
E-ID Abstimmung Schweiz 2025: Ergebnis, Prognose und Kritik
Eigentlich sollte die digitale Identität in der Schweiz vor allem für mehr Effizienz sorgen. Doch als die Stimmbevölkerung am 28. September 2025 über das neue E-ID-Gesetz abstimmte, wurde klar: Die Schweiz steht gespalten vor einer der grundlegendsten Digitalisierungsfragen des Landes. Wer sich für das Ergebnis, die Prognosen und die anhaltende Kritik interessiert, findet hier eine Einordnung – basierend auf offiziellen Quellen und unabhängigen Analysen.
Abstimmungsdatum: 28. September 2025 ·
Ja-Stimmenanteil: 50,4% ·
Referendum ergriffen: Ja ·
Unterstützung: GRÜNE Schweiz ·
Gegner: Komitee E-ID-Gesetz NEIN
Kurzüberblick
- Abstimmung am 28. September 2025 (Bundesrat / admin.ch)
- Ja-Stimmen-Anteil von 50,4% (SRF)
- Ob die E-ID verpflichtend wird
- Wie die genauen Umsetzungsmodalitäten aussehen
Die wichtigsten Fakten zur E-ID-Abstimmung im Überblick:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Abstimmungsdatum | 28. September 2025 |
| Ja-Stimmenanteil | 50,4% |
| Gesetzesbezeichnung | Bundesgesetz über den elektronischen Identitätsnachweis (E-ID-Gesetz) |
| Referendum ergriffen | Ja |
| Unterstützung | GRÜNE Schweiz |
| Gegner | Komitee E-ID-Gesetz NEIN |
Wie war die Prognose zur E-ID-Abstimmung?
Im Vorfeld der Abstimmung vom 28. September 2025 zeichneten die SRG-Umfragen (unabhängiges Meinungsforschungsinstitut) ein stabiles Ja für die E-ID-Vorlage ab. Die Prognosen deuteten auf einen knappen Ausgang hin, was sich letztlich bestätigte.
Die Republik (Schweizer Journalismus-Plattform) bezeichnete die Haltung zur E-ID im August 2025 als ein «klares Jein». Diese ambivalente Einschätzung spiegelte sich im späteren Ergebnis wider.
Die hauchdünne Mehrheit von 50,4% zeigt: Die Schweiz ist bei der Digitalisierung der Identität tief gespalten. Für die staatliche Verwaltung bedeutet dies eine Gratwanderung zwischen Umsetzung und Akzeptanz.
Die Umsetzung wird daher besonders sorgfältig gestaltet werden müssen.
Wie war die Umfrage zur E-ID-Abstimmung?
Die SRG-Umfragen (unabhängiges Meinungsforschungsinstitut) zeigten im Vorfeld ein stabiles Ja, wobei die Zustimmung im Laufe des Abstimmungskampfes leicht nachliess. Aus den Umfragen ging hervor, dass die E-ID-Vorlage vor allem bei jüngeren Wählern und in städtischen Gebieten Zustimmung erhielt.
Die YouGov Schweiz (internationales Meinungsforschungsinstitut) veröffentlichte am 21. Juli 2025 eine Umfrage, die ebenfalls ein knappes Ergebnis vorhersagte. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 50 Prozent, wie SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) berichtete.
Die hohe Beteiligung unterstreicht die Bedeutung des Themas für die Bevölkerung.
Wird die E-ID-Abstimmung wiederholt?
Eine Wiederholung der Abstimmung ist nach aktueller Rechtslage nicht vorgesehen. Das Ergebnis mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 50,4% ist rechtskräftig. Allerdings könnte es rechtliche Anfechtungen geben – das Referendum gegen das Gesetz wurde ja bereits ergriffen, wie easyvote (Schweizer Jugendplattform für politische Bildung) festhält.
Blick (Schweizer Tageszeitung) berichtete über die Möglichkeit von Beschwerden wegen Unregelmässigkeiten. Bislang liegen jedoch keine bestätigten Berichte über formelle Einsprachen vor.
Die knappe Mehrheit von gerade einmal 0,8 Prozentpunkten Unterschied macht die E-ID anfällig für politische und rechtliche Anfechtungen. Für das Komitee E-ID-Gesetz NEIN ist die Niederlage schmerzhaft – aber nicht das letzte Wort.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Gegner rechtliche Schritte einleiten.
Ist die E-ID in der Schweiz Pflicht?
Nein, die E-ID ist nicht verpflichtend. Das Bundesgesetz über den elektronischen Identitätsnachweis (E-ID-Gesetz) sieht keine Pflicht zur Nutzung vor. Die Bundesverwaltung (Schweizer Regierung) betont, dass die E-ID ein freiwilliges Instrument bleibt.
Die Gegner des Gesetzes, darunter das Komitee E-ID-Gesetz NEIN (Oppositionsbündnis), befürchteten jedoch einen indirekten Zwang, da Behörden und Unternehmen die E-ID zunehmend voraussetzen könnten. Diese Sorge bleibt bestehen, auch wenn das Gesetz keine Pflicht festschreibt.
Die Freiwilligkeit könnte jedoch durch faktische Abhängigkeiten ausgehöhlt werden.
Wie positioniert sich die SP zum E-ID-Gesetz?
Die Position der SP zum E-ID-Gesetz ist nicht eindeutig dokumentiert. Während die GRÜNE Schweiz (Partei) die Vorlage unterstützte, gibt es widersprüchliche Signale von der SP.
Bekannt ist, dass die SP in der Vergangenheit bei Datenschutzfragen kritisch war. Ob die Partei geschlossen für oder gegen das Gesetz stimmte, ist nicht abschliessend geklärt. Die offizielle Bundesrat-Vorlage (offizielle Gesetzesvorlage) listet die SP nicht explizit als Unterstützer.
Die unklare Position einer der grössten Schweizer Parteien könnte bei zukünftigen Digitalisierungsvorhaben zu parteiinternen Konflikten führen. Für Wähler bleibt die Frage: Ist die SP für oder gegen die digitale Identität?
Die SP wird sich in den kommenden Debatten positionieren müssen.
Wie funktioniert der E-ID Login?
Der E-ID Login soll künftig den Zugang zu verschiedenen Online-Diensten von Behörden und Unternehmen vereinheitlichen. Wie Bundesrat und Verwaltung (Schweizer Regierung) erläutern, handelt es sich um einen elektronischen Identitätsnachweis, der ähnlich wie eine digitale Unterschrift funktioniert.
Die Netzwoche (Schweizer Fachmagazin für IT und Digitalisierung) beschreibt die Anwendung so: Bürger können sich damit bei Behördengängen, Alterskontrollen oder Online-Anträgen ausweisen. Bundesrat Beat Jans sagte in der SRF-Abstimmungs-Arena (politische Diskussionssendung), die E-ID sei «zu 99 Prozent sicher».
Die Sicherheitsversprechen der Befürworter werden sich in der Praxis bewähren müssen.
Welche Kritik gibt es an der E-ID?
Die Kritik am E-ID-Gesetz ist vielschichtig. Die Gegner warfen dem Gesetz einen «Steilpass an Big Tech» vor, wie das Komitee E-ID-Gesetz NEIN (Oppositionsbündnis) argumentiert. Gegen das Gesetz wurde das Referendum ergriffen, wie easyvote (Schweizer Jugendplattform für politische Bildung) bestätigt.
Die Blick (Schweizer Tageszeitung) fasst die Hauptkritikpunkte zusammen: Die Gegner warnten vor einem Ausbau digitaler Überwachung und vor Risiken für den Datenschutz. Die Vorlage sei im August 2025 von einem «klaren Jein» begleitet gewesen, wie die Republik (Schweizer Journalismus-Plattform) festhielt.
Vorteile
- Digitale Vereinfachung von Behördengängen (Netzwoche)
- Staatliche Verantwortung statt privater Anbieter (Blick)
Nachteile
- Vorwurf «Steilpass an Big Tech» (Komitee E-ID-Gesetz NEIN)
- Risiken für den Datenschutz (Blick)
Die Kontroverse zeigt, dass die digitale Identität ein emotional und politisch aufgeladenes Thema bleibt.
Kontroverse und Ausblick
Die Debatte um die E-ID ist mit der Abstimmung nicht beendet. Die SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) berichtete, dass die Befürworter die E-ID als digitale Vereinfachung und die Gegner als Datenschutzrisiko darstellten. Diese beiden Pole werden die Debatte weiterhin prägen.
Das Komitee E-ID-Gesetz NEIN (Oppositionsbündnis) lancierte seine Kampagne Anfang August 2025, wie die SRF Tagesschau (Nachrichtensendung) dokumentierte. Die frühere E-ID-Vorlage war 2021 abgelehnt worden; die spätere Vorlage setzte stärker auf staatliche Verantwortung, wie Blick (Schweizer Tageszeitung) analysierte.
«Die E-ID ist zu 99 Prozent sicher.»
— Bundesrat Beat Jans in der SRF-Abstimmungs-Arena (politische Diskussionssendung)
«Die Gegner warfen dem Gesetz einen Steilpass an Big Tech vor.»
— Komitee E-ID-Gesetz NEIN (Oppositionsbündnis)
Die politische Polarisierung wird die nächsten Schritte der Verwaltung begleiten.
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focus.namirial.com, e-id-gesetz-nein.ch, blick.ch, srf.ch, srf.ch, youtube.com
Wer sich für den Ausgang der E-ID-Abstimmung interessiert, findet bei aktuelle Abstimmungsergebnisse der Schweiz eine Übersicht über die jüngsten Votationen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hintergrund des E-ID-Gesetzes?
Das Bundesgesetz über den elektronischen Identitätsnachweis (E-ID-Gesetz) soll eine digitale Identität für Schweizer Bürger schaffen. Die Vorlage wurde am 28. September 2025 mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 50,4% angenommen. Die frühere E-ID-Vorlage war 2021 abgelehnt worden.
Warum war die Abstimmung so knapp?
Die Bevölkerung war tief gespalten zwischen Befürwortern, die die digitale Vereinfachung begrüssten, und Gegnern, die vor Datenschutzrisiken und einem «Steilpass an Big Tech» warnten. Die SRG-Umfragen zeigten ein stabiles, aber knappes Ja.
Welche Rolle spielte der Bundesrat?
Der Bundesrat unterstützte die Vorlage. Bundesrat Beat Jans sagte in der SRF-Abstimmungs-Arena, die E-ID sei «zu 99 Prozent sicher». Der Bundesrat betonte die Freiwilligkeit der Nutzung.
Wer ist für die Umsetzung zuständig?
Die Umsetzung obliegt der Bundesverwaltung. Das Gesetz sieht vor, dass der Staat die Verantwortung für die E-ID übernimmt, anders als die 2021 abgelehnte Vorlage.
Wie geht es nach der Annahme weiter?
Nach der Annahme muss die Verwaltung konkrete Ausführungsbestimmungen erarbeiten. Die Einführung der E-ID wird schrittweise erfolgen. Ob es rechtliche Anfechtungen geben wird, bleibt abzuwarten.
Für die Schweiz, die mit 50,4% Ja-Stimmen die E-ID annahm, ist die Entscheidung klar: Die digitale Identität kommt – aber der gesellschaftliche Graben bleibt. Für Befürworter wie die GRÜNEN heisst das: Überzeugen, nicht überrollen. Für Gegner wie das Komitee E-ID-Gesetz NEIN: Wachsam bleiben oder eine nächste Kampagne starten. Die Alternative: Akzeptanz durch Beteiligung oder Spaltung durch Ignoranz.